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Mittelstädteranking

IHK stellt Mittelstädteranking vor: Neanderland-Kommunen belegen vordere Plätze

Die Städte des Kreises Mettmann schneiden als Wirtschaftsstandorte im Vergleich mit allen anderen Mittelstädten in Nordrhein-Westfalen gut ab. Ratingen und Langenfeld liegen landesweit sogar an der Spitze. Auch Velbert befindet sich noch in der ersten Hälfte des Gesamtklassements. Die IHK Düsseldorf hat in einer Studie statistisches Datenmaterial für insgesamt 139 große und kleine Mittelstädte in Nordrhein-Westfalen aufgearbeitet und die Werte verglichen. Die statistischen Merkmale wurden sowohl einzeln analysiert, als auch zu den fünf wirtschaftsrelevanten Themenblöcken „Verkehr“, „kommunale Finanzen“, „Wirtschaft“, „Kaufkraft/Einzelhandel“ sowie „Bevölkerung“ zusammengefasst. Aus deren Bewertung ergibt sich das Gesamtergebnis.

Für das überwiegend gute Abschneiden der Städte im Kreis Mettmann sind insbesondere die guten Infrastrukturbedingungen in der Region verantwortlich. Das dichte Autobahnnetz, die Nähe zu den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn sowie die überregionalen Bahnverbindungen in den benachbarten Großstädten sorgen für eine gute Erreichbarkeit und Anbindung der Unternehmen. Für Ratingen bedeutet das in dieser Kategorie den ersten Rang; mit Erkrath, Wülfrath, Langenfeld und Haan liegen vier weitere Städte aus dem Kreis Mettmann unter den Top 20 in NRW.

Die Städte Langenfeld, Haan, Ratingen und Hilden überzeugen darüber hinaus durch solide unternehmerische Finanzbedingungen (geringe steuerliche Hebesätze, eine geringe oder gar keine Pro-Kopf-Verschuldung sowie eine hohe Steuereinnahmekraft), was landesweit für eine Platzierung unter den besten zehn Mittelstädten in dieser Kategorie sorgt. Umgekehrt sind hohe Realsteuerhebesätze und Schulden, die die Handlungsfähigkeit der Kommunen einschränken, für eine schlechtere Platzierung verantwortlich: Betroffen davon sind unter anderem die Städte Monheim, Wülfrath und Velbert.

Im Themenblock „Wirtschaft“, der unter anderem die Beschäftigungs- und Arbeitsmarktsituation analysiert, zeigt sich der Kreis Mettmann gespalten: Während Ratingen, Langenfeld und Hilden erneut vordere Plätze belegen können, finden sich vor allem niederbergische Städte in der zweiten Platzierungshälfte wieder.

Bei Kaufkraft und Kundenbindung hat Haan (Platz 2) vor Hilden und Wülfrath punkten können. Schlusslicht im Kreis Mettmann ist in dieser Kategorie aufgrund ihrer geringen Einzelhandelszentralität die Stadt Erkrath.

Besonders deutlich treten regionale Unterschiede im Themenblock „Bevölkerung“ zu Tage. In erster Linie niederbergische Städte, aber auch Erkrath schneiden hier mit Platzierungen weit über 100 unterdurchschnittlich ab. Lediglich Mettmann und Ratingen gelingt in diesem Block der Sprung unter die Top 30.

Fazit: Innerhalb des landesweiten IHK-Mittelstädterankings haben sich die Neanderland-Kommunen mehr als behauptet: Unter den Top Ten belegen Ratingen und Langenfeld die Plätze 1 und 2, gefolgt von Hilden (5) und Haan (6). Zu den ersten 50 gehören ferner Erkrath (14), Wülfrath (25) und Mettmann (47). Heiligenhaus (Rang 54), Monheim (Rang 55) und Velbert (Rang 61) gelingt mit ihren Platzierungen der Sprung in die erste Hälfte des Gesamtklassements.

DOKUMENT-NR. 14344

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