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Konjunktur im Kreis Mettmann

IHK zur Konjunktur im Kreis Mettmann:
Guter Start ins neue Jahr

„Die Wirtschaft im Kreis Mettmann ist gut ins Jahr 2012 gestartet“, fasst IHK-Volkswirt Gerd Helmut Diestler die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage für den Kreis Mettmann zusammen. Immer noch berichte fast jeder zweite Betrieb über eine gute Geschäftslage, und nur jeder zehnte sei zu Jahresbeginn unzufrieden. Damit sei der Saldo aus Gut- und Schlechtmeldungen seit Herbst 2011 zwar um sechs Punkte zurückgegangen, aber mit einem Indexwert von 35 Prozentpunkten immer noch deutlich positiv. Beteiligt hätten sich an der IHK-Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2012 im Kreis Mettmann gut 200 Betriebe mit zusammen 23.000 Beschäftigten.

„Für den weiteren Jahresverlauf ist die Wirtschaft im Kreis Mettmann aber skeptisch, ob sich der Konjunkturaufschwung weiter fortsetzt“, erläutert Diestler. Denn aktuell hielten sich Konjunkturoptimisten und ‑pessimisten mit 25,5 zu 23,5 Prozent fast die Waage. Damit liegen die Optimisten nur noch mit zwei Prozentpunkten in Führung, nach zwölf im Herbst und 35 im Frühsommer 2011 sowie einem großen Vorsprung von  44 Punkten noch vor Jahresfrist.

Diese Entwicklung in der Erwartungshaltung zeige, dass sich die Konjunktur im Kreis Mettmann 2012 nur geringfügig verbessern, aber auch stagnieren könne. „Hierbei wird es sich aber nicht um eine Rezession handeln, zumal das Niveau der aktuellen Geschäftslage sehr hoch ist“, betont Diestler. Die  Wirtschaft im Kreis Mettmann sei aufgrund ihrer robusten Verfassung, ihrer insgesamt günstigen Finanzierungsbedingungen und aufgrund der immer noch überdurchschnittlichen Auslastung ihrer Produktionskapazi­täten zwar gut gerüstet, könne sich aber von den allgemeinen Konjunkturrisiken nicht gänzlich abkoppeln. Dazu zählten die ungelöste (europäische) Staatsschuldenkrise, die in weiten Teilen Europas rezessiven Tendenzen, die über die engen Außenhandelsverflechtungen auch die Unternehmen vor Ort belasteten, die nachlassende Konjunkturdynamik in den Schwellenländern sowie die hohen Energie- und Rohstoffpreise.

Davon noch unbeeindruckt zeigten sich im Kreis Mettmann insbesondere die Großhändler, die Investitionsgüterproduzenten sowie die Hersteller von Ge- und Verbrauchsgütern. Die Geschäftslage in diesen Branchen sei immer noch sehr gut. Tendenziell unzufrieden seien lediglich die Einzelhändler, die jetzt wieder häufiger über eine schlechte als über eine gute Geschäftslage berichteten.

Die Auslastung der industriellen Produktionskapazitäten sei zwar von ihrem Rekordstand im Herbst 2011 um 2,4 Punkte auf etwa den Vorjahreswert zurückgefallen. „Ursache dafür ist aber nicht eine Konjunkturschwäche, sondern die Kapazitätsaufstockungen der letzten Zeit“, analysiert Diestler. So übertreffe die aktuelle Auslastung weiter merklich ihren langjährigen Durchschnitt.

Die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation habe sich auch im Kreis Mettmann weiter fortgesetzt. Ein Drittel aller Betriebe beschäftige mehr Personal als noch vor Jahresfrist, und nur ein Achtel beschäftige weniger. Die weiteren Personalpläne zeigten erneut eine vorsichtig aufwärts gerichtete Tendenz. Personalabbau sei nur im Einzelhandel zu befürchten. Zusätzliche Einstellungen planten weiterhin vor allem Großhändler und unternehmensorientierte Dienstleister. Dabei berichteten rund 43 Prozent aller Betriebe über Schwierigkeiten, genügend Fachkräfte zu finden. „Insgesamt haben uns die befragten Unternehmen über 350 offene Stellen genannt, die seit zwei oder mehr Monaten nicht besetzt werden konnten. Hochgerechnet auf den gesamten Kreis Mettmann entspricht das rund 2.500 Vakanzen zu Jahresbeginn“, so Diestler abschließend.

DOKUMENT-NR. 4479

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