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Standortstudie Ratingen 2012 (Dokument-Nr.: 85672)
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Verkehrsstudie Ratingen 2012 (Dokument-Nr.: 85673)
PRESSEMELDUNG NR. 7 VOM 25.01.2012
Unternehmen geben dem Standort Ratingen gute Noten
„Die Ratinger Wirtschaft gibt ihrem Standort gute Noten: Sie bewertet ihn auf einer Schulnotenskala mit einem Wert von 1,9. Der Verkehr schneidet dabei mit der Note 1,8 noch besser ab“, fasst IHK-Geschäftsführer Dr. Ulrich Biedendorf die Ergebnisse der neuesten IHK-Standortbefragung im Kreis Mettmann zusammen. An der schriftlichen Umfrage hätten sich über 400 ins Handelsregister eingetragene Betriebe aus allen Branchen beteiligt, die zusammen gut 7.200 Mitarbeiter beschäftigten. Biedendorf stellte die Ergebnisse der IHK-Befragung heute (25. Januar 2012) dem Wirtschaftsförderungsausschuss der Stadt Ratingen vor.
„Sehr gute Noten bekommt Ratingen in punkto Verkehr. Die Unter-nehmen schätzen die Anbindung an die Region sowie die Verbindungen innerhalb des Stadtgebietes“, so Biedendorf. „Als großer Pluspunkt erweist sich der kurze Weg zum Flughafen Düsseldorf. Der Airport ist ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft in Ratingen“, so Biedendorf weiter. Kritisiert worden seien lediglich der noch fehlende Ausbau der L 239n, der Winterdienst sowie das Baustellenmanagement. Außerdem solle nach Meinung der regionalen Wirtschaft geprüft werden, ob man nicht die „Grüne Welle“ im Stadtgebiet verbessern könnte. Etwas schwächer, aber immer noch zufriedenstellend, stufe die Ratinger Wirtschaft die Standortkosten und die Leistungen der Stadtverwaltung ein. „Bei der Betrachtung der Standortkosten muss man allerdings genau hinsehen“, so Biedendorf. So zeige der Vergleich im IHK-Mittelstädteranking vor gut einem Jahr, dass Ratingen landesweit zu den günstigsten Kommunen zähle. „Die Umfrage dagegen gibt das subjektive Gefühl der Betriebe wieder, durch hohe Kosten belastet zu werden“, so Biedendorf. Hinzu komme, dass die Stadt die Höhe von Energie-, Entsorgungs- und Grundstückkosten, Mieten und Pachten nicht allein beeinflussen könne. Darüber hinaus zeige die Umfrage, dass größere Betriebe ab 50 Mitarbeiter mit den Ratinger Standortkosten zufriedener als kleinere Betriebe seien.
Vergleichbares gelte für die Beurteilung der Ratinger Stadtverwaltung. Auch hier seien die größeren Betriebe durchweg zufriedener als die kleineren, insbesondere in Fragen der allgemeinen Kommunikation, der Bearbeitung von Anträgen sowie der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit von Stadtrat und -verwaltung.
„Über diese Punkte hinaus fällt es schwer, Ansatzpunkte zu finden, um die Standortbedingungen in Ratingen noch weiter zu verbessern“, so Biedendorf. Schließlich sei das Urteil der Wirtschaft in fast allen Bereichen mindestens zufriedenstellend. Ratingen stehe vor dem Luxusproblem, dieses hohe Niveau auch halten zu müssen. Hierzu könnten weiterhin die zielgerechte Vermarktung von guter Lage, hervorragender Verkehrsanbindung und der Ausbau des Stadtmarketings beitragen. Kommunikation und Betreuung der kleineren Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern sollten hingegen intensiviert werden. Und auch die Standortkosten gelte es, im Auge zu behalten, da sich der Wettbewerb verschärfe, etwa dann, wenn Kommunen im Süden des Kreises Mettmann ihre Gewerbesteuer- und Grundsteuerhebesätze – wie in diesem Jahr geplant – deutlich senkten.
Sehr zufrieden mit den Ergebnissen der IHK-Studien zeigt sich auch Bürgermeister Harald Birkenkamp: „Die Unternehmen bewerten Ratingen als Top-Gewerbestandort. Die Studien zeigen aber, dass Ratingen sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen darf. Damit der Standort weiter erste Wahl bleibt, gilt es, die Bereiche Standortkosten ständig zu hinterfragen und die Unternehmensbetreuung zu optimieren.“

