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Dok.-Nr. 13068
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Pressemeldung Nr. 12 vom 04.02.2010

IHK zur Konjunktur im Kreis Mettmann: Wirtschaft vor schwierigem Jahr




„Die Wirtschaft im Kreis Mettmann steht noch einmal vor einem schwierigen Jahr“, fasst IHK-Volkswirt Gerd Helmut Diestler das Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage zusammen, an der sich rund 220 Betriebe mit zusammen gut 23.000 Beschäftigten beteiligt haben. Danach erwarte die Mehrheit der Unternehmen zwar eine Verbesserung ihrer Geschäftslage im weiteren Jahresverlauf, sei jedoch aktuell mit dieser noch nicht zufrieden.
Unzufrieden mit der aktuellen Geschäftslage zeigten sich nach 50 Prozent im Spätsommer 2009 derzeit immer noch 36 Prozent der Betriebe. Demgegenüber berichteten immerhin 18 Prozent (nach acht Prozent im letzten Spätsommer) von einer guten Geschäftslage. Positiv zu werten sei auch, dass nur noch 15 Prozent (Spätsommer 2009 noch 26 Prozent) der befragten Betriebe einen Konjunkturrückschlag befürchteten.

„Der IHK-Konjunkturklima-Index, der Lage und Erwartungen zusammenfasst, ist dadurch um 20 Punkte auf jetzt über 101 Punkte gestiegen“, so Diestler weiter. Erstmals seit Spätsommer 2008 liege er damit wieder minimal über seinem neutralen Wert von 100 Punkten. Verantwortlich dafür seien in erster Linie die Konjunkturerwartungen. Diese setzten allerdings auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau wirtschaftlicher Aktivitäten auf, da die Konjunktur im vergangenen Jahr besonders tief eingebrochen sei.
„Alles in allem dürfte sich die Wirtschaft daher nur allmählich erholen, zumal die Konjunktursignale nicht eindeutig sind“, gibt der IHK-Volkswirt zu bedenken. Denn während die Unternehmen einerseits auf wieder zunehmende Exporte hofften, gebe ihnen eine schwache Konsumnachfrage Anlass zur Sorge. Anziehende Energie- und Rohstoffpreise, stagnierende oder gar sinkende Einkommen sowie eine bislang nur leichte Entspannung bei der Kreditversorgung trübten die Stimmung weiter ein.

Beleg für eine nur schleppende Konjunkturerholung sei auch, dass die Auftragseingänge immer noch erheblich unter ihrem Vorjahresniveau liegen würden. Mit einem Wert von knapp 72 Prozent seien die industriellen Produktionskapazitäten immer noch deutlich unter ihrem langjährigen Durchschnitt ausgelastet. Dies betreffe vor allem die Investitionsgüterproduzenten, deren Auslastung abermals leicht auf jetzt sogar unter 70 Prozent zurückgegangen sei.

Entsprechend gering falle daher erneut die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft im Kreis Mettmann aus. 28 Prozent der befragten Betriebe wollten im laufenden Jahr weniger als im vergangenen Jahr investieren gegenüber 21 Prozent, die mehr investieren wollen. Zusätzliche Kapazitäten schaffen wolle derzeit kaum ein Unternehmen.

Obwohl durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit bisher Entlassungen häufig hätten vermieden werden können, bleibe die Situation auf dem regionalen Arbeitsmarkt angespannt. Bereits zur Jahresmitte 2009 seien im Kreis Mettmann über 2.000 Personen weniger sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen als noch ein Jahr zuvor (minus 1,2 Prozent insgesamt, in der Industrie sogar minus 4,0 Prozent). Aktuell gebe fast jeder zweite Betrieb an, weniger Personal als noch vor Jahresfrist zu beschäftigen. „Vor dem Hintergrund des tiefen Konjunktureinbruchs ist diese Entwicklung aber noch als moderat zu bezeichnen“, erklärt Diestler. Ein leichter Silberstreif zeige sich am Horizont des Arbeitsmarktes, denn künftig wollten nur noch saldiert 15 Prozent der befragten Betriebe Personal weiter abbauen.

 




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Mittwoch, 10.03.2010

Die Konjunktur im Kreis Mettmann - Jahresbeginn 2010